Blaue Weise




Toninstallation mit Flugzeuggeräuschen, Pusteblume, Kalligraphischen Partituren (Tusche auf gewachsenem Papier), Kreidezeichnungen auf Schiefertafeln, Tagebuch, Lichttechnik, u.a.





In unregelmässigen Abständen, zwischen vier und dreizehn Minuten, hört man das Geräusch eines durch die Kirche fliegenden Flugzeuges.



Die Geräusche wurden digital verfremdet.



Es wirkt, als ob ein Flugzeug herannaht, über die Besucher donnert und durch die hohen Fenster über dem Chor verschwindet.



Danach kam Stille.





























 

Flug 1

mit einer Figur aus dem Fries

Blaue Weise:

Aus der nordischen Sagenwelt: Melodie, die der Erde entspringt und so schön ist, dass man sie nicht mehr hören kann.

Im Chor hingen zwischen den Säulen fünf, etwa drei Meter lange Kalligraphische Partituren.



Sie entstanden in der Ruhe nach dem Sturm. In dem Moment, wo ein ferner Hall noch zu hören war und ein imaginärer Oberton in den Ohren nachklang, der sich im Gefühl mit dem Lärm zu einem wunderbaren Klangbild zu kompensieren schien.

Im zweiten Teil der Ausstellung wurde die Sakristei in ein Atelier verwandelt:

Auf Schiefertafeln konnten die Besucher mit weisser Kreide Flugzeuggeräusche aufzeichnen.

Neben dem Chor befindet sich eine marode Sakristei. Dort stand ein schmaler Arbeitstisch, worauf Schiefertafeln und weisse Kreiden lagen.


Darüber spendete die scheinbar in der Luft schwebende Dolde einer Pusteblume ein indirektes Licht. Sie symbolisierte die Zerbrechlichkeit und drohte von den Druckwellen des Flugzeuglärms auseinander zu brechen.