„Concours d‘oiseaux“



Idee:            


Wieder einmal habe ich mich auf eine wundersame Wanderung begeben, in Gedanken zurückzugehen, in die Vergangenheit, wie ich das damals tat, als alles noch so jung war:

Es muss im Frühling gewesen sein: Amseln liessen ihre Strophen auf den Singwarten erklingen. Durch die Lamellen der Fensterläden drang Sonnenlicht in das Kinderzimmer und warf Streifen über das Inventar. Die Wände und der Raum waren erfüllt von den vielen Amselstimmen, die sich hier versammelten, um zusammen, einer Wolke gleich, aufzubrechen und die Reise zu wagen.


Was mir damals wie ein Tagtraum erschien, ist heute ein Boot voller Gedanken, klar wie weisses Licht, dessen Farben sich brechen und zerstäuben, wie bei der Entstehung einer Bugwelle, während Zeitfenster vorüber fliessen, langsam und sachte, aus immer weiteren Tiefen der Vergangenheit, deren Bedeutung gerade im Entstehen begriffen war.


Installation:


Im Schutz des Badehäuschens hängt eine Wolke aus Zehntausenden Pappus (Schirmchen) des Löwenzahns, die sich synchron zu den Bewegungen der Bäume auf und ab wiegen. Die feinen Einzelteilchen sind so filigran, dass sie in der Masse zu pulsieren, gar auf Geräusche, wie Schallwellen der Singvögel zu reagieren scheinen.


Manchmal löst sich ein einzelnes Schirmchen von der leuchtenden Wolke und wird vom Winde davongetragen und aus dem Fenster geweht.





























 

Darüber leuchtet gelassen eine Löwenzahnkugel - eine Steigerung des Schwebens -  ein statischer Bezugspunkt im Raum - ein Mond zwischen dem Gestern und Morgen, weil er laufend sein „Gesicht“ ändert und doch der Alte bleibt.

Modell

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Abend-Ansicht in der Galerie Weiertal